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IR-Transmitter

IR-Empfänger zum Schalten und Regeln mit AVR-Prozessor ATtiny13


Haben Sie einen ollen Verstärker, bei dem noch keine IR-Fernsteuerung mit dabei war? Möchten Sie ihn noch nicht auf den Elektronikmüll werfen, weil er seit 25 Jahren so fein mitspielt? Und um nicht jedesmal vom Sofa aufstehen zu müssen, wenn private Fernsehsender in den Werbepausen die Lautstärke auf "brüllend" umstellen, um die Aufmerksamkeit für die dann folgenden wichtigen Durchsagen auch bei ihren Nachbarn zu wecken, brauchen Sie DAS hier. Es macht aus ihrem Oldtimer ein hypermodernes Gerät, das sogar mit beliebigen vorhandenen IR-Fernsteuerungen zusammenarbeitet, so dass sie zu den vorhandenen 12 unsichtbar blinkenden Schächtelchen kein weiteres Eigenes hinzu basteln müssen. Und das alles ohne Eingriff in ihren geliebten Oldtimer.
  1. Eigenschaften der Schaltung,
  2. Hardware, Funktionsweise,
  3. Aufbau,
  4. Software.

1. Eigenschaften

Diese Seite beschreibt einen IR-Fernsteuerempfänger mit einem ATtiny13, mit dem ein angeschlossenes Gerät ein- und ausgeschaltet sowie eine Audio-Quelle in der Lautstärke geregelt werden kann. Die beschriebene Schaltung hat folgende Funktion:

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2. Hardware, Funktionsweise

Der Aufbau der Hardware geht aus dem Schaltbild hervor. Es ist in die Einzelmodule Stromversorgung, Relais-Schalteinheit, Mikrocontroller-Einheit und Analog-Regeleinheit unterteilt.

Schaltbild IR-Schalter und -Regler

Stromversorgung

Die Stromversorgung liefert aus der Netzspannung ungeregelte 12 V für die Relaissteuerung und geregelte 5 V für den Prozessor und die Analog-Einheit. Für den bescheidenen Verbrauch der Schaltung reicht ein kleiner Printtrafo von 1 VA aus. Der Standby-Verbrauch wird von den Wärmeverlusten des Trafos und der Bereitschafts-LED dominiert und ist sehr niedrig.

Relais-Schalteinheit

Das handelsübliche 12 V-Relais zum zweipoligen Schalten von 240 V/8 A Last wird mit einem ausreichend dimensionierten Transistor geschaltet.

MC-Einheit

Der Mikroprozessor ATtiny13 läuft mit dem internen Taktgenerator von 1,2 MHz ohne Probleme beim Timing. Für den Empfang der IR-Signale ist ein handelsüblicher IR-Empfänger vom Typ TSOP1738 Vishay/Telefunken an Port PB0 angeschlossen. Es kann genauso gut ein Siemens SFH507 oder Infineon SFH5110/5111 eingesetzt werden.
Zum Ansteuern des Relais ist PB2 als Ausgang konfiguriert.
PB1 ist gleichzeitig Ausgang für die Ansteuerung der LED (zeigt im normalen Betrieb die Aktivierung des Relais an und bestätigt korrekte Fernsteuerbefehle mit einem einfachen Blinken, im Debug-Modus zeigt die LED die empfangenen IR-Signale an) sowie Eingang für den angeschlossenen Taster (zum Einschalten des Geräts auch ohne die Fernsteuerung, um z. B. CDs zu hören).
Der Prozessor steuert mit den Portbits PB3, PB4 und PB1 ferner die Potentiometerschaltung der Analogregelung an.
Zum Programmieren der MCU in der Schaltung ist eine 10-polige ISP-Schnittstelle vorgesehen. Bei angeschlossenem Programmiergerät funktioniert der IR-Empfang erfahrungsgemäß nicht. Der Stecker zur ISP-Schnittstelle ist daher nach dem Programmieren abzuziehen.

Analogregler

Zum Regeln des Analogsignals wird ein handelsüblicher MCP42010MIC mit zwei Potentiometern verwendet. Die Audiosignale sind sicherheitshalber mit Elkos vom Gleichstromanteil her abgetrennt. Die Steuerung der Lautstärke erfolgt über den Prozessor für beide Kanäle gleichzeitig. Die Lautstärke ist in 54 Stufen mit einer angenäherten Exponentialkurve einstellbar, um die Bedienung zu erleichtern.
Lautstärkekurve Die Exponentialkurve in der Tabelle zur Lautstärkeneinstellung.


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3. Aufbau

Die Schaltung wurde auf Lochraster aufgebaut und in ein geeignetes Plastikgehäuse verfrachtet.
Gehäuse von oben Der 240 V-Ausgang und die Buchsen für die Analog-Ein- und -Ausgänge sind auf der Gehäuse-Oberseite angeordnet.

Gehäuse von vorne Von vorne sind der IR-Empfänger, die beiden LEDs und der Taster zu sehen.


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4. Software

Der kommentierte Assembler-Quellcode ist in HTML-Format hier und in Assembler-Quellcode-Textformat hier zugänglich.

Der Maschinencode Im Falle, dass vor dem Assembleren der Debug-Mode eingeschaltet wird, gibt die LED das empfangene Codebyte in Dezimalform aus.

Notwendige Varianten für den Quellcode sind z. B. Abschließend: Der Kasten leistet bei mir seit Wochen gute Dienste.

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