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Programmiertechnik für Anfänger in AVR Assemblersprache

Warnung vor dem Suchtpotenzial der Assemblersprache

Jede Packung von irgendwas hat heutzutage eine Warnung. Bonbons warnen vor Zahnfäule, Zigaretten vor Impotenz, und alle warnen vor Kindern, die sich Plastiktüten in den Mund stecken und daran ersticken könnten. Da geht dem Vertreter der Rechtsgewalt ein Lächeln über's Gesicht: er hat schon immer gewusst, dass seine Zunft die Aller-Aller-Aller-Wichtigste auf dieser Welt ist.

Nun also auch hier: Ich warne dringend davor, sich mit Assembler auch nur zu befassen. Bleib lieber bei dem, was Du schon kannst: mach Java, C und HTML, aber lass die Finger von dem verdammten Assembler. Dieses altmodische Zeugs ist grad gar nicht gut für Dich. Es könnte nämlich sein, dass Du davon

Hände weg!

Daher diese Warnung: lass Die Hände und den Kopf weg von Assembler! Süchtige berichten, es habe mit ein paar Zeilen Inline-Assembler angefangen, als man dem langatmigen Betriebssystem nur mal eben Beine machen wollte. Auf einmal sei man auf ganzen drei Interrupt-Service-Routinen gleichzeitig draufgewesen und man habe es gar nicht mehr gemerkt, ob man nun in C oder in Assembler unterwegs gewest sei. Und schon hat man sein allererstes Assembler-Programm gemacht, und alles habe sogar auf Anhieb geklappt. Genau so hören sich Suchtkarrieren an: aus harmlosen einzelnen Berührungen mit dem Corpus Delicti wird ziemlich rasch ein ausgesprochenes Freak-Schicksal.

Und: die Betroffenen finden nicht mehr alleine den Weg heraus aus der Sucht. Immer wenn sie was von Elektronik hören, geht der Reflex wieder ab: "Das kann man doch mit einem Mikrocontroller viel einfacher, schöner und eleganter machen!", "Du brauchst ein 256-Bit-Schieberegister? Nimm doch einen ATtiny13 oder gar einen ATtiny10, die haben genug SRAM." Und schon sind sie wieder voll drauf auf Droge und füttern ihren Editor mit unverständlichem Zeugs wie LSL und ROL. Nach fünf Minuten ist das Schieberegister fertig programmiert, das am Pin PB0 anliegende und mit einem Puls am PB1 hinein geschobene Bit kommt exakt so nach 256 Pulsen am PB2-Ausgang wieder heraus (Schade, dass man Bits nicht mit Farbe anmalen kann!). Und der Süchtige denkt noch: "Das war aber schneller als im Internet herumzusuchen." Und er merkt gar nicht, dass er schon wieder voll drauf ist auf Droge.

Fazit

Lasst die Hände und den Kopf weg von Assembler. Einmal drauf, kommt Ihr nicht wieder runter. Jede Drogenkarriere kommt mit ganz wenigen Zeilen in Gang, und ganz schnell seid Ihr voll drauf.

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